Europäisches Projekt: Gemeinsame Werte

Über den Beitrag der Religionen zu Verständigung und Frieden in Europa


Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Konflikte werden vielfach mit Bezug auf die unterschiedlichen Religionen Christentum, Islam und Judentum ausgetragen. Das Wissen über alle drei Religionen ist allerdings begrenzt und Vorurteile sind schnell zur Hand. Gleichwohl bieten Judentum, Christentum und Islam Weisheiten über das Zusammenleben von Menschen und ein friedliches Miteinander. Dem ist ein Projekt gewidmet, in dem das Frauenzentrum Marie mit Partnern in der Türkei, Bulgarien, der Tschechischen Republik und Spanien zusammenarbeitet.

Es geht darum, Gemeinsamkeiten zwischen den drei Religionen auszuloten. Wir fragen nach ähnlichen Werten und (religiösen) Überzeugungen, nach den Unterschieden und nach dem, was verbindet. Damit sollen neue, positive Perspektiven auf “das Andere” eröffnet werden. Dem liegt die Auffassung zugrunde, dass im Namen von Religionen in Geschichte und Gegenwart zwar Kriege geführt und viel Leid hervorgebracht wurde. Zugleich bieten die jeweils heiligen Schriften wertvolle Anregungen für die friedliche Bewältigung von Konflikten – 'im Großen' wie 'im Kleinen'.

Im Rahmen des Projektes erforschten wir zunächst, was Frieden, Respekt und Toleranz entgegensteht. Dazu wurden kleinere Forschungen über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Ländern der Partner durchgeführt. Die Abhandlung zur Situation in Deutschland sowie die Ergebnisse einer Befragung im Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin sind nachstehend zu finden.

Des Weiteren erarbeiten wir Studien zu Wertvorstellungen, wie sie in den einzelnen Religionen zum Ausdruck kommen und fragen nach Übereinstimmungen. Wir halten außerdem Konferenzen, Seminare und In-Service-Trainings, um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zum Thema zu machen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen auszuloten und zu debattieren, wie auf Frieden und Stabilität in Europa hingewirkt werden kann.

Alle Projektergebnisse werden in einer Publikation veröffentlicht. Sie wird ebenso als CD erhältlich sein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website www.core-wax.com.

Projektverantwortliche des Frauenzentrums Marie: Sophia Bickhardt